GOFAST – fast charging for everyone
Powered by JOYA
  • Schnellladen
  • Standorte
  • Standortpartner
  • Team
  • News
  • FAQ
  • Jobs
  • Kontakt
De En fr it
  • Schnellladen
  • Standorte
  • Standortpartner
  • Team
  • News
  • FAQ
  • Jobs
  • Kontakt
  • Impressum & Datenschutz

FOLGEN SIE UNS

De En fr it
Zurück
#Expertentipps

So berechnest du die Reichweite realistisch

Die Reichweite von Elektroautos ist ein vieldiskutiertes Thema und ein wichtiges – wenn vielleicht auch vor allem psychologisches – Argument beim Umstieg vom Verbrenner auf den Batterieantrieb. Die Herstellerangaben weichen dabei oft von den Erfahrungen in der realen Welt ab. Die vier häufigsten Denkfehler erklären wir dir in diesem Artikel.

Adrian Annen
by Adrian Annen, 16.03.2022

Adrian kümmert sich liebevoll um unsere Anlagen und hat den Anspruch, dass sowohl beim technischen Innenleben als auch beim äusseren Erscheinungsbild alles picobello ist. Selber ein elektromobiler Early Adopter, gibt es rund um die Welt der Batterieautos kaum ein Thema, bei dem Adi keinen guten Rat wüsste.

Teilen:

Hersteller geben in Prospekten jeweils den sogenannten WLTP Wert an. Bei dieser Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure, werden die Reichweiten der Fahrzeuge bei Wohlfühltemperaturen zwischen 20-23 Grad auf einem Mix von Strassenprofilen (städtisch, Überland, Autobahn) ermittelt. (Wer es genau wissen will findet eine detaillierte Beschreibung in diesem Blogbeitrag von Generation Strom.)

Das Verfahren ist augeklügelt und gibt einen guten Richtwert für das Fahrzeug. Dennoch können die Erfahrungen in der realen Welt des Elektromobilisten dann trotzdem relativ deutlich von den Werten abweichen. Die vier wichtigsten Gründe erklären wir dir hier.

1. Geschwindigkeitsgestaltung, Fahrstil und weitere Spassbremsen

Natürlich spielen, wie bei Verbrennern auch, dein Fahrstil und das gefahrene Tempo eine wesentliche Rolle. Wenn du dich regelmässig dem elektrischen Beschleunigungsrausch hingibst oder viel häufiger auf der Autobahn unterwegs bist als in der 30er Zone, ist der Verbrauch viel höher, da der Elektromotor zum Beispiel beim Beschleunigen oder für die Überwindung des höheren Luftwiderstands mehr Leistung aufwenden muss.

Auch Winterreifen oder eine regennasse oder schnee(matsch)bedeckte Fahrbahn tragen zu einem höheren Durchschnittsverbrauch bei. Und – man mag es glauben oder nicht – sogar ein Luftdruckunterschied in den Reifen von nur schon 0,2 bar, macht sich auf der Reichweitenanzeige bemerkbar.

2. Netto vs. Brutto

Viele Hersteller geizen bei ihren Neuwagen nicht mit Reizen, mit korrekten Angaben zum verbauten Akku bisweilen aber schon. Nicht immer ist auf den ersten Blick ersichtlich, ob es sich bei der kWh-Angabe des Akkus um den Brutto- oder den Nettoinhalt handelt. Diese Unterscheidung ist wesentlich, da es sich beim Bruttoinhalt zwar um die gesamte Akkukapazität handelt, im realen Betrieb aber effektiv nur der angegebene Nettoinhalt zur Verfügung steht.

Der Grund für die Unterscheidung zwischen Brutto- und Nettoinhalt liegt beim Batteriemanagementsystem (BMS), das den gesamten Akku (brutto) überwacht und verwaltet. Dieses BMS regelt die Lade- und Entladevorgänge und stellt sicher, dass der Akku nie überladen oder vollständig entleert wird. Weil eine vollständige Entleerung oder Füllung des Akkus die Batterie beschädigen würde, wird der unterste und oberste Bereich des Akkus abgeriegelt. Dazwischen bleibt die effektiv nutzbare Nettokapazität, die für Aussagen zur Reichweite herangezogen werden muss.

3.    Degradation

Ein weiterer Grund für die niedrigere Reichweite liegt in der sogenannten Degradation. Durch die Alterung, die Anzahl Ladezyklen und die freigesetzte Wärme beim Laden und Entladen der Batterie nimmt die nutzbare Kapazität mit der Zeit ab. Die Degradation ist am Anfang etwas grösser und flacht dann zunehmend ab. Messwerte von TeslafahrerInnen zeigen, dass die Akkus am Anfang etwas schneller an Kapazität verlieren aber auch nach 300'000 Kilometern immer noch über 90% ihrer ursprünglichen Kapazität verfügen. Damit dürften die meisten Akkus ihre Autos überleben. Faktisch steht dir aber schon bald nach dem Kauf auch die angegebene Netto-Kapazität nicht mehr zur Verfügung.

4.    Temperatur

Schliesslich braucht der Akku noch ein bestimmtes Temperaturfenster, damit die chemischen Prozesse optimal funktionieren. Bei Lithium-Ionen Akkus liegt die optimale Temperatur zwischen 25 und 35 Grad Celsius. Bei niedrigerer Temperatur steigt der sogenannte Innenwiderstand, wobei der Akku einen Teil der Energie für sich selbst verbraucht. Höhere Temperaturen bergen dagegen Gefahren für die chemischen Elemente des Akkus. Wenn du also mit kaltem Akku startest, wird ein Teil der Energie für das Temperaturmanagement im Akku gebraucht und steht nicht für die Fortbewegung zur Verfügung. Die Erwärmung des Akkus auf optimale Betriebs- und Ladebedingungen kann dabei erstaunlich lange dauern, je nach Fahrzeug braucht es dafür 200 Autobahnkilometer oder mehr. Unser Flottenfahrzeug Hyundai Kona benötigt sogar gerne auch mal 300 Kilometer Autobahnfahrt, um die optimalen 25°C zu erreichen.

Lightbulb.png

So machst du eine realistische Reichweitenberechnung

  1. Ermittle deinen Realverbrauch im Winter und Sommer am besten über einen längeren Zeitraum auf einem für dich typischen Streckenprofil
  2. Zieh von der im Katalog angegeben Netto-Kapazität nochmals fünf Prozent für die Degradation des Akkus ab
  3. Dividiere die effektiv nutzbare Akku-Kapazität durch deinen Winter- oder Sommerverbrauch.

Rechenbeispiel Hyundai Kona Electric (2018)

  Sommer Winter
Realverbrauch 16,3 kWh/100 km 18 kWh/100 km
Bruttokapazität Akku 67,5 kWh 67,5 kWh
Nettokapazität Akku 64 kWh 64 kWh
Annahme Degradation (-5%) 60,8 kWh 60,8 kWh
Reichweite (= Nutzbare Akkukapazität / Realverbrauch) 373 km 337 km
Vgl. WLTP Reichweite 482 km 482 km
Zurück
Das könnte dich auch noch interessieren
#Expertentipps
So optimierst du deinen Schnellladestopp
Wer mit seinem E-Auto an öffentlichen Schnellladern unterwegs ist, kennt d...
21.01.2026
#Expertentipps
7 Tipps für E-Autos im Winter
Ja, es stimmt: Elektroautos brauchen im Winter mehr Strom. Und das nicht nu...
17.12.2025
#Expertentipps
8 Tipps für sorglose Sommerferien mit dem E-Auto
Im Alltag gehört Reichweitenangst immer mehr der Vergangenheit an. Doch ta...
16.07.2025
weitere Beiträge

HOTLINE
+41 800 363 630

FOLGEN SIE UNS

KONTAKT

help@joya.ch

  • Impressum & Datenschutz
COOKIES

© 2026 JOYA Mobility AG

Wir verwenden Cookies, um deine Erfahrung auf unserer Website zu verbessern.
Weitere Informationen in unserer Datenschutzrichtlinie.

Wir verwenden Cookies, um deine Erfahrung auf unserer Website zu verbessern. Bitte wähle deine Präferenzen.
Weitere Informationen findest du in unserer Datenschutzrichtlinie.

Notwendig
Notwendige Cookies helfen dabei, eine Webseite nutzbar zu machen, indem sie Grundfunktionen wie Seitennavigation und Zugriff auf sichere Bereiche der Webseite ermöglichen. Die Webseite kann ohne diese Cookies nicht richtig funktionieren.
consent
Speichert den Zustimmungsstatus des Benutzers für Cookies auf der aktuellen Domäne.
Ablauf: 1 Jahre.
Typ: HTTP.
CONCRETE5
Speichert eine temporäre Session-ID.
Ablauf: Dauer des Besuchs.
Typ: Session.
reCAPTCHA
Dieser Dienst prüft, ob die Daten von einem Menschen oder einem automatischen Programm eingegeben wurden. Von Google verwendet.
Ablauf: Die Daten werden gelöscht, sobald sie für die Zwecke der Verarbeitung nicht mehr erforderlich sind.
Typ: Script.
Statistiken
Statistik-Cookies helfen Webseiten-Besitzern zu verstehen, wie Besucher mit Webseiten interagieren, indem Informationen anonym gesammelt und gemeldet werden.
_ga
Registriert eine eindeutige ID, die verwendet wird, um statistische Daten dazu, wie der Besucher die Website nutzt, zu generieren. Von Google Analytics verwendet.
Ablauf: 5 Tage.
Typ: HTTP.
_ga_#
Sammelt Daten dazu, wie oft ein Benutzer eine Website besucht hat, sowie Daten für den ersten und letzten Besuch. Von Google Analytics verwendet.
Ablauf: 5 Tage.
Typ: HTTP.